Der Bayern-Park mit einer Fläche von über 400 000 qm besitzt eine Vielzahl an Attraktionen,
vorwiegend für Kinder, welche sehr schön in die bayerische Landschaft integriert wurden. Außerdem
bietet der Bayern-Park sehr schön angelegte Spielplätze und auch einige großzügig ausgelegte
Wildtiergehegen umrahmt von herrlicher Natur. Der Bayern-Park bietet folglich eine gute Mischung aus
Wildpark, Abenteuerpark und Freizeitpark wobei der Schwerpunkt doch auf typischen Freizeitpark-
Atrraktionen, vorwiegend für Kinder, liegt.
Vor allem kleinere Besucher werden deshalb im Bayern-Park ihre helle Freude haben, denn sie können
hier bereits ab einem Alter von 4 Jahren so gut wie jedes Fahrgeschäft benutzen. Die Attraktionen
wurden größtenteils (zumindest in den jeweiligen Eingangsbereichen) sehr schön auf „bayerisch“
thematisiert. Besonders hervorzuheben ist hier natürlich die Rafting-Anlage, die sogar einen Vergleich
mit den „großen“ Parks nicht zu scheuen braucht und seit ihrer Eröffnung nicht nur für uns das absolute
Park-Highlight darstellt.
Der Eintrittspreis liegt insgesamt gesehen auf einem erfreulich niedrigen Niveau, Kinder ab 3 Jahren
bezahlen 11,50 Euro und Erwachsene (bzw. Kinder über 13 Jahre) 13,50 Euro. Dass der Bayern-Park
für die beiden Sommerrodelbahnen allerdings zusätzlich 1,50 Euro pro Person und Fahrt veranschlagt
können wir allerdings nicht gut heißen. Immerhin ist das Parken wiederum kostenlos und die Parkplätze
sind zudem gut angelegt.
Bei den sanitären Einrichtungen hat man im Bayern-Park nicht gekleckert sondern geklotzt. Es gibt
richtige WC-Häuschen im bayerischen Ambiente, die Sauberkeit ist größtenteils vorbildlich und es sind
auch separate Wickelräume vorhanden.
Das gastronomische Angebot beschränkt sich leider weitgehend auf Frittierstationen und TK-Pizzen. Die
Preise sind für das Gebotene noch in Ordnung und die Portionen ausreichend groß. Insgesamt fehlt es
der Bayern-Park Gastronomie leider an Individualität und in einem Park der sich “Bayern“ auf die
Fahnen schreibt würden wir uns zumindest auch bayerische Gastronomie und das ein oder anderen
bayerische „Schmankerl“ wünschen.
Das Personal ist meist freundlich, allerdings nicht besonders zahlreich vorhanden und so müssen sich
bis zu drei Kinderbahnen einen Mitarbeiter “teilen”, was zu unnötigen Wartezeiten führen kann. In der
Nebensaison gibt es eine Mittagspause während dessen die Attraktionen sogar ganz abgeschaltet
werden.
Die unzähligen Blumenarrangements sowie eigentlich die gesamte Parkanlage sind top-gepflegt, so
dass es einfach Spaß macht durch den Bayern-Park, welcher den Begriff „Park“ auch noch verdient, zu
schlendern.
Nicht zuletzt deswegen ist der Bayern-Park auch für die „ältere“ Generation ein sehr empfehlenswertes
Ausflugs- und Erholungsziel. Am Interessantesten bleibt der Bayern-Park aber für Familien mit Kindern
bis ca. 10 Jahren, wobei die Eltern selbst allerdings nicht zu viele eigene Ansprüche an die
Fahrattraktionen stellen sollten, denn außer der Wildwasserbahn, der Raftinganlage und den beiden
Sommerrodelbahnen hat der Bayern-Park für erwachsene Parkfans kaum wirklich Aufregendes zu
bieten.
Der neue Stern am Bayernpark-Himmel hört auf den Namen Freischütz. Diese vollmundig als
deutschlands härtester Launchcoaster beschriebene Achterbahn hält tatsächlich, was die
Pressemeldungen versprechen und präsentiert sich als erstklassige Achterbahn. Hart, anstrengend,
aber mit einme gewaltigen Spaßfaktor, der Freischütz (Hersteller ist die renomierte deutsche
Achterbahn-Schmiede Maurer & Söhne) gehört zur Königsklasse der deutschen Rollercoaster.
Die einzige Frage die sich angesichts dieses Super-Thrillrides auftut ist: Was hat so eine Bahn in einem
Kinderpark zu suchen?
Zuletzt sei noch angemerkt, dass der Bayern-Park eine Vielzahl an Annehmlichkeiten bietet, die
vielleicht erst auf den zweiten Blick aufgenommen werden, wie etwa die vielen, großteils auch
überdachten Sitzgelegenheiten bei den Attraktionen und Spielplätzen, die extra Gepäckwagen an den
beiden Parkbahnen, oder auch die Beschallungsanlage für den kompletten Park, um z.B. Suchaufrufe
oder Öffnungszeiten durchzusagen. Mann merkt sehr schnell, dass hier von den Verantwortlichen noch
mitgedacht wird und man bemüht ist den Besuchern den Aufenthalt im Bayern-Park so angenehm wie
möglich zu gestalten.